|  |  | | Laufen, walking, jogging: warum laufen wir ? |
 |  | | Laufen ist die einfachste und wirkungsvollste Form
des Ausdauertrainings. Will man mit einer anderen Sportart, z.B. mit Radfahren, den gleichen Herz-Kreislauf-Trainingseffekt erzielen, so muß man doppelt so lange radfahren. Das hängt mit der Menge und Intensität der für diese Sportart benötigten Muskulatur zusammen.
Laufen ist nicht nur ein vollkommen natürlicher Bewegungsablauf und die Grundlage vieler anderer Sportarten, sondern auch sehr einfach (wieder) zu erlernen. Man muß keine komplizierte Technik einstudieren und auch keine
Übungsstunden bezahlen. Man benötigt keine teuren Apparate oder Trainingsplätze. Die Übungsstätte ist die freie Natur. Laufen kann man ganzjährig und schon ab der eigenen Haustür oder im Urlaub auf der Strandpromenade. Die notwendige Ausrüstung ist vergleichsweise preiswert und der Zeitaufwand bei hoher Effizienz für das Herzkreislaufsystem recht gering. Man ist auch an keine Hallen- oder Platzbelegungspläne gebunden. Es läßt sich
zu jedem beliebigen Zeitpunkt, wo es gerade recht ist, im Tagesverlauf bei jedem Wetter einbauen. Wenn Sie mit einem geregelten Aufbautraining anfangen, lassen Sie sich zunächst von Ihrem Hausarzt oder einem selbst Sport treibenden Arzt untersuchen. Dies ist um so wichtiger, je älter Sie sind und je länger Sie keinen
regelmäßigen Sport mehr ausgeübt haben, vor allem aber, wenn Sie Laufen wohldosiert zur Rehabilitation nach Herzleiden einsetzen möchten. Auch wenn Sie orthopädische Probleme haben oder stark übergewichtig sind, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Ausdauersportarten sind übrigens hervorragend für ältere Menschen geeignet. Die starke Zunahme gerade der Senioren in der Laufbewegung zeugt davon und das höhere Durchschnittsalter der Weltklasseathleten im Ausdauersport ist ein weiteres Anzeichen
hierfür.
Für den Untrainierten sei erwähnt, dass es sinnvoll ist zum Trainingsbeginn mit langsamen Jogging oder besser mit nordic-walking zu beginnen , um im aeroben Bereich der Atmung zu bleiben, (laufen ohne zu schnaufen) damit Laktatwerte niedrig gehalten werden können. Ein Training mit halber Kraft fördert den Fettstoffwechsel und vermeidet Muskelkater, Seitenstechen und Kopfschmerzen, welches durch zu hohe Trainingsintensitäten , verbunden mit steigender Milchsäure in den Muskeln herbeigeführt wird und bei falschem Ehrgeiz im Leistungssport eine latente Azidose (Übersäuerung) begünstigen kann. Am besten ist es, am Anfang des Trainings mit einer Pulsuhr zu laufen. Aus diesem Grund ist es ratsam um als Gelegenheitssportler einen Marathon zu laufen, bei geringen Intensitäten zu trainieren und dafür längere Strecken zurück zu legen.
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 | | | Herz
| Volumenzunahme, Ruhe- und Arbeitspulssenkung, bessere Koronardurchblutung, Herz wird kräftiger, bringt mehr Leistung | Kreislauf
| vermehrte Kapillarisierung, bessere Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr, höhere
Elastizität der Gefäße, geringeres Thrombose- und Arteriosklerose-Risiko, Blutdruck normalisiert sich | Blut
| Absenkung des schädlichen LDL-Cholesterins, Anhebung des schützenden HDL-Cholesterins, Regelung des Blutzuckerspiegels, |
Immunsystem Stoffwechsel |
Die Anzahl der Killerzellen steigt
massiv an. Die Kraft der Immunzellen, Bakterien, Viren und auch Krebszellen zu vernichten, nimmt zu, weniger Erkältungskrankheiten Die Anzahl fettabbauender Enzyme nimmt zu, weniger Heißhunger, weniger Unterzucker; der Stoffwechsel holt seinen Energiebedarf vermehrt aus dem Fettdepot und weniger aus den Glykogenvorräten.
| Gehirn
| Wird besser
durchblutet, mit der doppelten Menge Sauerstoff versorgt, Neuronales Netz: Laufen hält das Gehirn jung. Es werden neue Datenautobahnen im Gehirn angelegt. Die Verknüpfungen der Gehirnzellen nehmen laufend zu. Im Regelfall nimmt die Zahl der Verknüpfungen
im Laufe des Lebens ab. | Lunge | Wird kräftiger, der ganze Körper wird vermehrt mit Sauerstoff versorgt. Kohlendioxid wird über die Lungenbläschen schneller ausgeschieden | Muskeln | Funktion der Muskelzellen verbessert sich, die Durchblutung wird gesteigert, Sehnen und Bänder werden gestärkt | Skelett | höhere Dichte und Festigkeit der Knochen | Gelenke | beweglicher, oder bekommen Rehe etwa Arthrose | |
Gewicht | Aktivierung des Fettstoffwechsels, erhöhter Arbeitsumsatz, stabile Gewichtsreduktion
| Alterung
Entschlackung | langsamer, höhere Lebensqualität im Alter, einige Jahre lebensverlängernd
Säuren und Gifte werden übers Schwitzen und über die Atmung entschlackt und ausgeschieden. Der PH-Wert sinkt; der Säure-Basen-Haushalt normalisiert sich |
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 |  | | Nordic-Walking, ein sanftes und gelenkschonendes Ganzkörpertraining |
 |  | | Wie wurde diese Sportart kreiert und wie hat sie sich zu dem entwickelt, was sie jetzt ist? Die Idee wurde Mitte der 90er Jahre in
Finnland geboren durch die intensive Zusammenarbeit von Profi-Langläufern mit der Sportindustrie und den Verbänden. Seit langer Zeit überlegten Profi-Skilangläufer, wie sie sich bloß über das Sommerloch hinwegretten sollten. Deshalb ist das ursprüngliche Nordic Walking sehr sportiv, denn es ist eine Ableitung des federnden Skiganges der Langläufer. Über den federnden Skigang hat es sich dann weiterentwickelt zu dem, was es jetzt ist: eine Allround-Sportart, die jeder - ob sportlich, weniger sportambitioniert oder Wiedereinsteiger - betreiben kann. Es stammt also nicht, wie manche irrtümlich glauben, vom klassischen Walking ab. An der Technik mit den Stöcken und dem langen Schritt ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass Nordic Walking vom Langlauf kommt.
Was ist das Besondere an Nordic Walking? Es ist ein sanftes und gelenkschonendes Ganzkörpertraining, denn es werden 90 % der gesamten Körpermuskulatur beansprucht. Je nach Lust und Laune und
körperlicher Konstitution kann das sportliche Niveau gut variiert werden: Nordic Walking kann anstrengend sein oder locker wie ein Spaziergang. Es ist außerdem ein ideales Training für Problemzonen, die sowohl Frauen als auch Männer haben wie z. B. Bauch, Beine, Rücken und Po. Nordic Walking ist eine sanfte Variante des Ausdauersports, bei der genau wie beim Jogging vor allem Herz-Kreislauf-Funktionen angeregt werden. Zudem wird durch Nordic Walking die Koordination stark geschult, denn der Bewegungsablauf ist nicht so einfach, wie er auf den ersten Blick aussieht; das weiß jeder, der es schon einmal ausprobiert hat. Diese Sportart hat eine Technik und die sollte man verstanden haben, bevor es losgeht. So wird bei dem Einsteiger am Anfang auch der Kopf ein bisschen mittrainiert. Doch erfahrungsgemäß erlernen die Kursteilnehmer den Bewegungsablauf sehr schnell .
Außerdem ist noch die Kräftigung hervorzuheben: Durch den kraftvollen Einsatz des Stockes und die Kräftigungsübungen, die
zwischendurch gemacht werden, wird die Bauchmuskulatur sowie die gesamte Muskulatur im Oberkörperbereich gekräftigt. Aufgrund des langen, flotten Schrittes verstärkt sich nach kürzester Zeit die Beinmuskulatur. Nicht umsonst wird Nordic Walking in der Schweiz als Gesundheitsmaßnahme bei übergewichtigen Patienten, die häufig an Gelenkproblemen leiden, vom Arzt verschrieben. In Österreich soll Nordic Walking an Schulen eventuell als neue Sportart eingeführt werden, um übergewichtige oder koordinationsgestörte Kinder zu therapieren. Diese vielseitige Sportart schult das Körpergefühl!
Nordic Walking - Grundtechnik und erste Schritte Wichtig sind hier die Schrittlänge
und die Stockposition. Der Schritt sollte länger als gewöhnlich sein. Der Stock sollte sich einige Zentimeter hinter der Ferse des vorderen Fußes befinden. Der vordere Arm sollte leicht gebeugt sein und sich vor dem Körper befinden. Die vordere Hand umgreift fest den Stock. Die hintere, gelöste Hand befindet sich hinter dem Becken, wobei der Arm ausgestreckt und die Hand geöffnet sein sollte. Der Stockeinsatz sollte mit Kraft und Körperspannung geschehen: Der ganze Oberkörper wird in diesem Moment trainiert. Im Langlauf nennt man diese Phase die Abstoß- bzw. Abdruckphase. Hier wird der Druckpunkt beim Stockeinsatz erreicht. Durch den Abstoß wird Druck auf den Stock gebracht. Der Abdruck von Arm und Bein erfolgt zeitgleich. Alle Gelenke sind leicht gebeugt. Der ganze Oberkörper ist beim Nordic Walking leicht nach vorne gebeugt. Ganz wichtig ist die richtige Schritt-Abfolge: Wie beim Skilanglauf gehen das rechte Bein und der linke Arm zeitgleich parallel nach vorne und dann wiederum das linke Bein und der rechte Arm. Diese versetzte Abfolge von Arm und Bein ist sehr wichtig für den Anfänger. Im Langlauf spricht man von der Zugphase. Der Stock wird nahe am Körper weit nach hinten gezogen, so dass sich die Schrittlänge durch den Schwung automatisch vergrößert. Der hintere Stock wird gelöst an einem komplett gestreckten Arm und mit geöffneter Handfläche wie beim Langlauf. Wichtig ist der vollkommen ausgestreckte hintere Arm und das komplette Öffnen der Finger. Der Stock kann nicht herunterfallen, da er durch eine handschuhähnliche Schlaufe mit der Hand befestigt ist. |
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